Motorradclub
Volkenborn-Tower and Friends
Düsseldorf



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   Wolf Henning Volkenborn: der Senior und Feuermacher
   ... fährt 'nen Sachs Roadster V2 125 ( 1999 )

     
Mein Sachs Roadster 125 V 2

     1998 schlugen mir meine Söhne Sören und Nils vor, mit ihnen doch ein bisschen Motorrad zu fahren. Nach einigem Anraten und Drängen entschied ich mich, mit
     56 Jahren wieder Motorrad fahren zu wollen, ohne jedoch den Motorradführerschein machen zu müssen. Aufgrund der "125 er Reglung" kam nur eine ent-
     sprechende Maschine in Frage. Geübt wurde zunächst auf Nils Yamaha DT 80 MX mit Zulassung als Motorrad, einer Yamaha SR 125 ( Vorführfahrzeug )
     und einer Yamaha XV 125 S Virago ( Fahrschulmaschine ). Danach kam für mich nur noch eine 125-er in Frage, die wie ein Motorrad aussehen und fahren
     sollte. Bei der Suche nach einem geeigneten Motorrad "fanden" Sören und Nils 1998 auf der Fachmesse MOTORRÄDER - Internationale MotorradAusstellung in
     Dortmund die Sachs Roadster 125 V2 .
    Die Kaufentscheidung für die ( wie die Ardie RBK 200 Feuerreiter ( 1936 - 1938 ) meines Vaters in Nürnberg
    produzierte ) 125er Sachs in blau-metallic fiel nach einigen Monaten des freundlichen Drängens aller Familien-
    mitglieder auf einer Probefahrt im Mai 1999. Zur Grundausstattung erhielt sie zusätzlich Sturzbügel, Haupt-
    ständer und Gepäckträger, kostete stattliche 9395,- DM ( 4803,- € ) und wurde am 03.05.1999 mit dem amt-
    lichen Kennzeichen D - WV 42 zugelassen.
    Immer wiederkehrend erlebe ich bei diversen Motorradtreffs und Ausfahrten, dass andere Biker, hauptsäch-
    lich Ältere, die Maschine in Augenschein nehmen und rätselnd davor stehen, was das nun für ein Motorrad
    sei ( Hersteller, Motor, Kubik und PS => Technische Daten ). Viele tippen dabei aufgrund der für eine Achtel-
    litermaschine doch recht stattliche Ausmaße auf eine 250er bis 350er.

     Nach einigen kleineren Ausfahrten erlebte meine Sachs schnell die erste Belastungsprobe auf ihrer ersten Langstreckenfahrt zu einem Motorradtreffen in Ost-
     friesland. Diese Ende Mai 1999 durchgeführte Fahrt brachte so in etwa 700 - 800 km aufs Tacho. Das Fahren war aufgrund meiner geringen Fahrerfahrung
     noch hakelig; um so erstaunlicher war aber der Spritverbrauch von um 3 l Normalbenzin auf 100 km ( bei Volllast und einem Tankinhalt von 20l ). Leider machten
     sich aber auch Mängel bemerkbar: die Tachonadel zeigte zwar bis ca. 80 km/h korrekt an, sackte dann auf 40 km/h, der vordere linke Blinker brach während der
     Fahrt ohne Fremdberührung, um den Einfüllstutzen des Tanks bröckelte Farbe, die beim Öffnen des Tanks hineinfiel und den Benzinfluss behinderte. Dieses
     führte zu einem schönen Reklamationsauftrag anlässlich der ersten Inspektion bei 967 km. Die Tacho-Erneuerung mit 00000 - Stellung hat zur Folge, dass den
     folgenden Kilometer-Leistungsangaben die 967 km des ersten Tachometers dazugerechnet werden müssen. Alles das berichtete ich auch dem Hersteller, der
     sich bei allen mitgeteilten Reklamationen kulant verhielt und alle von mir gestellten Anfragen zügig und sehr freundlich beantwortete.

     Im Herbst 1999 ergänzte ich die Ausstattung mit einem Drehzahlanzeiger und einem Kofferseitenträger, später mit den verbesserten ( gummierten ) Fußrasten
     der neueren Ausführung des 125er Roadsters.

     Die o.g. Mängel waren ( bis auf wiederholte Bruchprobleme der vorderen Blinkers) behoben, 1 x jährlich erfolgt (e) eine Inspektion; auch die 1. TÜV-Untersu-
     chung erfolgte problemlos. Im August 2001 schenkten mir Sören und Nils die ( federnden ) Blinker des Sachs Roadster 650, die leicht modifiziert angebaut wur-
     den und bis jetzt fehlerfrei funktionieren. Die TÜV Abnahme war mängelfrei, der Km-Stand jetzt 4790.

     2002 zeigte sich, dass das bordeigene Werkzeug beim Nachspannen der Kette nicht standhielt. Beim jährlichen "Bericht an die "Fa.Sachs" wurde kulanterweise
     selbst gefertigter Ersatz geliefert. Bei der nächsten Inspektion waren Bremsklötze, Kettenrad und Kette zu erneuern. 2003 war zur TÜV Abnahme ( mängelfrei )
     der Km-Stand 8568.

     2004 war bei über 6500 gelaufenen Kilometern ein neuer Hinterreifen fällig und der Vergaser musste auf einer Langstrecke gereinigt werden. Es folgte die erste
     größere Verschleißreparatur - im Getriebe, inklusive einer m.E. hohen Rechnung und einer Auseinandersetzung mit der Wartungsfirma.

     2005 ließ die Zugkraft des Hauptständers nach. Die Inspektion ergab, dass keine Federn dafür lieferbar sind, nur ein kompletter Hauptständer. Die TÜV-Unter-
     suchung war mängelfrei, wenn auch mit dem Hinweis, die Reifen vorne seien gealtert. Der Km-Stand betrug 13913.

     2007 wurde der Vorderreifen das erste Mal erneuert, die TÜV Abnahme bei einem Kilometerstand von 19875 war erneut mängelfrei. Das im September 2007
     beschaffte, passgenau auf den Gepäckträger montierbare GIVI Topcase bietet, gerade für (Einkaufs)fahrten im Nahbereich, ausreichend Stauraum.


mein Sachs Roadster 125 V2 mit Vollausstattung und handelsüblichem GIVI Gepäcksystem: Leider ist das gezeigte Koffersystem für die 125er Roadster doch etwas zu groß und
wuchtig, so dass ich variable Softcases auf den seitlichen Kofferträgern verwende. Das gezeigte Topcase nutze ich ausschließlich für kurze Strecken, hauptsächlich zum Einkaufen.


     2010 haben sich durch die Ausgasung des Kunstofftanks optisch unschöne Luftblasen beim Sachs-Schriftzug und weiteren Aufklebern auf beiden Tankseiten
     gebildet, der eigentliche Lack blieb augenscheinlich unbeschädigt.

     Anläßlich einer großen Inspektion im Frühjahr 2013 erfuhr ich, dass Verschleiß- und sonstige Ersatzteile ( z.B. Ansaugstutzen vor dem Vergaser, Luftfilter, etc. )
     über das Sachs Nachfolgeunternehmen SFM Bikes nicht bezw. nur nuch sehr eingeschränkt lieferbar sind. Dieses ist nach nicht einmal zehn Jahren nach Pro-
     duktionsende mehr als ägerlich, da auch nichtherstellerbezogene Bezugsquellen nur noch über eingeschränkte (Ersatz)teilvorräte verfügen.

     Zusammenfassend ist die Sachs Roadster 125 V2 ein sehr zuverlässiges Achtelliterklassemotorrad, dass aufgrund seiner guten Verarbeitung und stabilen
     Bauweise als alltagstaugliches leichtes Tourenmotorrad zu bezeichnen ist. Auch längere Strecken, z.B. in Mittelgebirgsregionen ( ohne extreme Steigungen wie
     in den Hochalpen ) sind mit entsprechender Zuladung ( Zelt, Campingausrüstung und sonstigem Gepäck ) im geschlossenen Verkehrsverbund ( Convoyfahren )
     mit mittel- und schweren Motorrädern durchaus möglich.
     Der einzige schwerwiegende Mangel des Roadsters ist der bauartbedingte geringe Lenkeinschlag, der das Rangieren und Wenden auf engem Raum oder un-
     befestigtem Untergrund erschwert.

     Nach inzwischen ca. 30.000 km gefahrenen Kilometern bin ich ( immer noch ) sehr zufrieden mit dieser Maschine, die insbesondere bei den vielen gemeinsa-
     men Ausfahrten und mehrtägigen Motorradtouren als einzige Achtellitermaschine unter lauter 500 bis 1200ern immer mithält und auch bei den jährlich wieder-
     kehrenden längeren Strecken ( Eifel und Ardennen, Ostfriesland, Ostwestfalen-Lippe ) zumeist durchgehend Höchstleistungen bringen muss.


mein Sachs Roadster mit der "üblichen" Tourenausstattung


     Seit 2006 gibt es für alle Sachs Roadster FahrerInnen und Fans ein jährlich Anfang August in Mechernich veranstaltetes "Sachs-Biker Eifel-Treffen der
     Sachs Roadster 125/650/800 & b-805 Individualisten
", an dem durschnittlich ca. 20 bis 30 Sachs Roadster FahrerInnen mit ihren Maschinen sowie interes-
     sierte Gäste teilnehmen. Veranstalter ist Lothar Lubitz, der das Treffen jedes Jahr zusammen mit seiner Familie plant und durchführt. Neben einer geführten
     Ausfahrt in "Leistungsgruppen" ( Fahrerfahrung und ccm des gefahrenen Motorrades ) und dem gemeinsamen Grillen am Samstag abend bleibt immer aus-
     reichend Zeit zum Erfahrungsaustausch.




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